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  • Mobilität

Mit begrenztem Budget viel bewegen

Wie schaffen Städte und Gemeinden sichere Wege, lebendige Zentren und mehr Lebensqualität, wenn die finanziellen Spielräume enger werden? Die neue Publikation „Kosteneffiziente Maßnahmen zur Förderung des Fußverkehrs und Radverkehrs in der Gemeinde“ zeigt: Nicht allein die Höhe des Budgets entscheidet, sondern der gezielte und koordinierte Einsatz der verfügbaren Mittel.

Von Raphael Glück, klimaaktiv mobil | erstellt am

Kosteneffiziente Maßnahme zur Förderung des Fußverkehrs und Radverkehrs in der Gemeinde

Kosteneffiziente Maßnahme zur Förderung des Fußverkehrs und Radverkehrs in der Gemeinde

Der Leitfaden verbindet strategische Empfehlungen mit konkreten Maßnahmen – von Zuständigkeiten und Budgets über Wegenetze, Verkehrsberuhigung und Parkraummanagement bis zu sicheren Schulumfeldern, Abstellanlagen und Bewusstseinsbildung. Die Bewertung nach Kosten, Aufwand und Nutzen für den Fuß-und Radverkehr erleichtert die Auswahl passender Schritte.

Vorausschauend handeln

Wird aktive Mobilität bei Straßensanierungen, Leitungsarbeiten oder Quartiersentwicklungen von Beginn an berücksichtigt, entfallen teure Nachrüstungen. Auch kleine, dauerhaft verfügbare Budgets sichern die Handlungsfähigkeit. Markierungen, eine geänderte Verkehrsorganisation oder kleinere bauliche Anpassungen lassen sich damit rasch und ohne aufwendige Budgetumschichtungen umsetzen.

Eigenes Budget für Transparenz und Kontinuität

Ein klar ausgewiesenes Budget macht Investitionen in den Fuß-und Radverkehr sichtbar und schafft eine verlässliche Grundlage für politische Entscheidungen und langfristige Planungen. Zugleich erhöht es die Handlungsfähigkeit der Gemeinde: Kleinere Maßnahmen können rasch umgesetzt und kommunale Eigenmittel bei passenden Fördermöglichkeiten gezielt als Hebel eingesetzt werden.

Kosteneffizienz trifft Qualität

Der größte Hebel liegt häufig in der besseren Nutzung vorhandener Infrastruktur: Einbahnen für den Radverkehr öffnen, Durchgänge sichern, Geschwindigkeiten reduzieren, Haltestellen besser erreichbar machen oder Mängel frühzeitig beheben. Besonders wirksam sind solche Maßnahmen, wenn sie Lücken in einem zusammenhängenden Wegenetz schließen. Temporäre Maßnahmen erlauben es, Lösungen zu erproben, Erfahrungen zu sammeln und die dauerhafte Umsetzung gezielt vorzubereiten.

Spielräume öffnen

Es lohnt sich, Kooperationen mit Nachbargemeinden, Bauträger, Unternehmen, Handel oder Tourismus zu suchen und einen Blick über klassische Verkehrsbudgets hinaus zu wagen: Maßnahmen für das Gehen und Radfahren dienen zugleich der Verkehrssicherheit, Gesundheitsförderung, Ortskernbelebung und Anpassung an den Klimawandel. Infrastruk

Investitionen wirken weit über den Verkehrsbereich hinaus

Maßnahmen für aktive Mobilität beanspruchen wenig Fläche und verursachen gegenüber der Kfz-Infrastruktur deutlich geringere Investitions-und Folgekosten. Zugleich stärken sie Gesundheit, selbstständige Mobilität und soziale Teilhabe. Attraktive Straßen und Plätze beleben Ortszentren, stärken Handel und Gastronomie und erhöhen die Standortqualität. Kurze, selbstständig zurücklegbare Wege reduzieren außerdem den Bedarf an kommunalen Transport-und Betreuungsleistungen.

Die Publikation bietet einen praxisnahen Werkzeugkasten für eine sparsame und zukunftsorientierte Gemeindeentwicklung. Beispiele und Umsetzungstipps zeigen, wie Gemeinden auch mit begrenzten Mitteln sichtbare Verbesserungen erzielen. Das kostenfreie „klimaaktiv mobil“-Beratungsprogramm „Mobilitätsmanagement für Städte, Gemeinden und Regionen“ unterstützt bei den nächsten Schritten und bei der Nutzung geeigneter Fördermöglichkeiten.