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Das RESY-Dashboard

Von der Zahl zur Entscheidung: „Österreichs Städte in Zahlen“ wird digital(er). Das RESYDashboard unterstützt Analyse und Entwicklung in Städten und Gemeinden.

Von Redaktion BMLUK | erstellt am

„RESY ist ein einfach zu nutzendes Tool, das Städte und Gemeinden mit verlässlichen Daten bei ihren Entscheidungen unterstützt.“

„RESY ist ein einfach zu nutzendes Tool, das Städte und Gemeinden mit verlässlichen Daten bei ihren Entscheidungen unterstützt.“ © BMLUK/mecca consulting

Kommunale Entscheidungen brauchen verlässliche Daten – und zwar so aufbereitet, dass sie rasch verstanden, verglichen und für konkrete Fragestellungen genutzt werden können. Genau hier setzt die Neuausrichtung von „Österreichs Städte in Zahlen“ an.

Der Österreichische Städtebund (ÖStB), unterstützt durch das KDZ, suchte nach einer zeitgemäßen, digitalen Lösung, die den Anforderungen der kommunalen Praxis besser entspricht als ein gedrucktes, statistisches Zahlenwerk. Fündig wurde man mit dem RESY-Dashboard des Bundesministeriums für Land-und Forstwirtschaft, Klima-und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK).

RESY steht für „Regionales Informations-und Monitoringsystem“. Das Dashboard bietet Zugang zu ausgewählten Indikatoren der amtlichen Statistik sowie anderen öffentlich verfügbaren Daten und unterstützt damit seit 2024 die evidenzbasierte Beobachtung und Steuerung regionaler und kommunaler Entwicklung.

Was kann das RESY-Dashboard?

Das RESY-Dashboard ist ein ohne Login und Lizenz, kostenlos zugängliches, digitales Informations-und Monitoringsystem für Österreichs Regionen, Städte und Gemeinden. Derzeit stehen 30 Indikatoren aus fünf Themenfeldern zur Verfügung: Demographie, Wirtschaft, Tourismus, Infrastruktur und Mobilität sowie Energie und Umwelt. Die Auswahl der Indikatoren folgt nicht dem Anspruch, möglichst viele Daten abzubilden. Der Fokus liegt vielmehr auf Datenverfügbarkeit, Zuverlässigkeit, Methodik, Aktualität und thematischer Relevanz.

Alle Daten im Dashboard sind für jede österreichische Gemeinde verfügbar, zudem sind auch rund 600 weitere Regionen abrufbar – dazu zählen unter anderem Bezirke, Bundesländer, LEADER-, KEM-, KLAR!-und Tourismusregionen. Mit dem Regionenkonfigurator können außerdem eigene Regionen temporär zusammengestellt werden. Eine weitere Funktion ermöglicht direkte Vergleiche mit bis zu zwei anderen Gebietseinheiten.

Für die meisten Indikatoren stehen Zeitreihen ab 2011 zur Verfügung. Visualisierungen, Erläuterungen und Interpretationshilfen unterstützen die Einordnung der Daten. Ergänzend stehen Informationen zu Methodik, Berechnung und Datenquellen zur Verfügung. Die Abbildungen können zudem in verschiedenen Dateiformaten heruntergeladen werden.

Der Vorteil für Städte und Gemeinden

Der Mehrwert des RESY-Dashboards liegt in der übersichtlichen Aufbereitung der Daten, der Möglichkeit, unterschiedliche Informationen in Bezug zu setzen und Entwicklungen über die Zeit zu beobachten.

RESY hilft unter anderem bei der Beantwortung von Fragestellungen wie:

  • Wie entwickelt sich die Bevölkerungsstruktur?

  • Wo verändert sich die wirtschaftliche Dynamik?

  • Wie schneidet eine Stadt bei Mobilität, Energie oder Umwelt im Vergleich zu anderen Räumen ab?

  • Wie unterscheidet sich unsere Entwicklung vom Bundesland, von der Region oder von vergleichbaren Gemeinden?

Für Politik, Verwaltung und regionale Partner bietet RESY einen gemeinsamen Informationsstand – und schafft somit eine Grundlage, um „gefühlte“ Entwicklungen mit Daten zu prüfen. 

Das RESY-Dashboard bündelt regionale Daten und macht Entwicklungen in Österreichs Städten und Gemeinden durch interaktive Grafiken und Vergleichsmöglichkeiten anschaulich.

Das RESY-Dashboard bündelt regionale Daten und macht Entwicklungen in Österreichs Städten und Gemeinden durch interaktive Grafiken und Vergleichsmöglichkeiten anschaulich. © BMLUK/mecca consulting

Das RESY-Dashboard unterstützt Städte und Gemeinden beim ...

Einordnen:Eine Zahl wird aussagekräftiger, wenn sie in Bezug gesetzt werden kann. RESY ermöglicht Vergleiche mit anderen Gemeinden und Regionen sowie die Betrachtung von Zeitreihen. Städte und Gemeinden können ihre Entwicklung mit vergleichbaren Kommunen und unterschiedlichen regionalen Ebenen – etwa LEADER-, KEM-oder anderen Regionen und dem Bundesland – betrachten.

Über Verwaltungsgrenzen hinausblicken: Viele kommunale Herausforderungen machen nicht an Gemeindegrenzen Halt. Mobilität, Wohnentwicklung oder Klimaanpassung haben häufig eine regionale Dimension. Mit RESY werden gemeinsame Herausforderungen und Potenziale für interkommunale Zusammenarbeit sichtbar.

Entwicklungen verstehen: Zeitreihen zeigen Entwicklungen auf, Vergleichsmöglichkeiten helfen bei ihrer Einordnung und Interpretationshilfen geben Anregungen für weiterführende Fragestellungen. Damit kann RESY beispielsweise Entwicklungs-und Strategieprozesse auf kommunaler und regionaler Ebene unterstützen.

Informieren und kommunizieren:RESY ist bewusst niederschwellig angelegt und richtet sich an unterschiedliche Akteurinnen und Akteure, welche in Städten, Gemeinden und Regionen für Planung, Entwicklung und Steuerung verantwortlich sind. Klare Indikatorenbeschreibungen, Beispielfragestellungen, Interpretationshilfen und ein Glossar erleichtern den Zugang – vor allem für jene, die bisher wenig mit statistischen Daten gearbeitet haben. Die verständlichen Visualisierungen können damit auch für die Arbeit im Gemeinderat, in Ausschüssen oder für die Bürgerinnen und Bürger genutzt werden.

RESY als Einstieg in ein größeres Informationsnetzwerk

Die Stärke von RESY liegt deshalb nicht darin, alle verfügbaren Daten selbst abzubilden. Österreich verfügt bereits über zahlreiche spezialisierte Datenangebote – etwa für Statistik, Raumordnung, Stadtregionen, Finanzen, Klima, Energie und Umwelt.

RESY ergänzt diese Angebote sinnvoll: RESY als Einstieg und Überblick – spezialisierte Plattformen für die Vertiefung.

Schritt für Schritt zum kommunalen Informationsangebot

Als erster Schritt im Zuge der Kooperation zwischen dem BMLUK und dem ÖStB wurde Anfang 2026 die Nutzung von RESY für Gemeinden vereinfacht. Die Kooperation zwischen BMLUK und ÖStB ist besonders wertvoll, weil sich die Kompetenzen beider Partner gut ergänzen: Das BMLUK bringt mit RESY die bestehende technische Infrastruktur, Datenaufbereitung und -aktualisierung und einen regionalen Blick mit. Der ÖStB, unterstützt durch das KDZ, bringt die Perspektive der Städte und Gemeinden ein.

Für „Österreichs Städte in Zahlen“ eröffnet die Zusammenarbeit die Chance, ein bewährtes Anliegen in die digitale Gegenwart zu übersetzen: Städte nicht mit möglichst vielen Daten zu versorgen, sondern mit den wichtigsten Informationen zu den relevanten Fragen. Indem wir RESY auch konsequent aus kommunaler Sicht weiterentwickeln, entsteht ein Werkzeug, das mehr kann, als Statistik darzustellen. Es gibt Orientierung, ermöglicht Vergleiche, versachlicht Diskussionen und stellt eine gemeinsame Informationsgrundlage in den Regionen dar.